Heilpraktiker-Karteikarten kostenlos: 20 Karten zum Start

Zwanzig Karten, zwanzig Dinge, die in der Prüfung wieder und wieder gefragt werden. Vorderseite lesen, laut antworten, dann antippen und vergleichen. Wer alle zwanzig ohne Umdrehen kann, hat die Prüfung nicht bestanden, aber er hat die Sorte Wissen, aus der die Prüfung gemacht ist. Und wer bei zehn hängt, weiß jetzt, wo er anfängt. Unten steht die Methode, mit der Karten wirklich hängen bleiben, denn die meisten benutzen sie falsch.
Die 20 Karten
0 von 20 Karten umgedreht · Karte antippen zum Umdrehen
So funktionieren Karteikarten wirklich
Die meisten lesen Karten. Vorderseite, Rückseite, nächste. Das fühlt sich nach Lernen an und bringt fast nichts, weil das Gehirn nur wiedererkennt statt abzurufen. Drei Regeln ändern das:
- Erst laut antworten, dann umdrehen. Immer. Auch wenn du dir sicher bist. Das Abrufen ist das Lernen, nicht das Lesen. Wer die Rückseite anschaut, bevor er geantwortet hat, hat die Karte verschenkt.
- Karten wandern. Das ist das Leitner-Prinzip: fünf Fächer. Jede neue Karte liegt in Fach eins. Kannst du sie, wandert sie ein Fach weiter. Kannst du sie nicht, wandert sie zurück in Fach eins. Fach eins nimmst du jeden Tag, Fach zwei alle zwei Tage, Fach drei jede Woche, Fach vier alle zwei Wochen, Fach fünf vor der Prüfung. So siehst du das, was du nicht kannst, oft, und das, was du kannst, selten. Genau richtig herum.
- Zehn Minuten, jeden Tag. Nicht zwei Stunden am Sonntag. Das Gehirn braucht die Wiederholung über Nächte hinweg, und zehn Minuten passen in jeden Tag: im Wartezimmer, im Bus, vor dem Einschlafen.
Und eine vierte Regel, die niemand sagt: Schreib die Karten selbst. Die zwanzig hier sind ein Anfang, aber die Karte, die du aus deiner eigenen falschen Antwort in einer alten Prüfung gemacht hast, ist zehnmal so viel wert. „Harnstoff wird in der Niere gebildet“ war falsch? Dann steht auf der Karte vorn „Wo wird Harnstoff gebildet?“ und hinten „In der Leber. Die Niere scheidet ihn nur aus.“ So wird aus jeder Falle ein Merksatz.
Was auf eine gute Karte gehört
- Eine Frage, eine Antwort. Nicht „Alles über Diabetes“, sondern „Die drei Grenzwerte?“. Wer auf eine Karte drei Fragen packt, lernt keine davon.
- Die Antwort in der Sprache, in der du sie in der Prüfung sagen würdest. Nicht das Lehrbuch abschreiben, sondern den Satz, der dir über die Lippen kommt.
- Das Bild dazu, wenn es eins gibt. Mausefalle, Nickelknopf, Anton Pulmonal. Was du dir vorstellen kannst, vergisst du nicht.
- Die Falle, wenn es eine gibt. „Stirn frei heißt Gehirn“ ist die Antwort. „Die Prüfung dreht es gern um“ ist die Warnung.
Und weil eine Karte nicht reicht: die Prüfungsfrage dazu
Karten trainieren das Abrufen. Die Prüfung stellt aber keine Karten, sondern Aussagen, von denen vier falsch sind. Deshalb zum Schluss die Probe aufs Exempel:
Welche Aussage trifft zu? Symptom einer Hypothyreose ist
- A Exsikkose
- B Exophthalmus
- C Myxödem
- D Feinschlägiger Tremor
- E Wärmeintoleranz
Lösung anzeigen
Richtig ist C.
Das Myxödem ist eine teigige Schwellung der Haut durch eingelagerte Schleimstoffe und ein typisches Zeichen der Schilddrüsenunterfunktion. Exsikkose (Austrocknung, A) passt nicht, und Exophthalmus (hervortretende Augen, B), feinschlägiger Tremor (D) und Wärmeintoleranz (E) gehören zur Überfunktion, nicht zur Unterfunktion.
Eine Karte dazu würde heißen: „Hypothyreose oder Hyperthyreose: Wer friert, wer schwitzt?“ Rückseite: „Unterfunktion friert, nimmt zu, ist müde, Myxödem. Überfunktion schwitzt, nimmt ab, zittert, Exophthalmus.“
- Erst laut antworten, dann umdrehen. Das Abrufen ist das Lernen.
- Leitner: fünf Fächer, gekonnte Karten wandern weiter, falsche zurück. Zehn Minuten jeden Tag.
- Schreib die besten Karten aus deinen eigenen Fehlern in alten Prüfungen.
- Eine Frage, eine Antwort, in deiner Sprache, mit Bild und Falle.
Heilpraktiker Wissen